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Nierenerkrankungen

Weitestgehend unbekannt ist, dass Bluthochdruck die häufigste Ursache für Nierenerkrankungen und Nierenversagen ist. So haben Hypertoniker gegenüber Menschen mit normalem Blutdruck ein 6-fach höheres Risiko an einer Niereninsuffizienz (= eingeschränkte Nierenfunktion) zu erkranken. Einflussfaktoren auf das Risiko sind Blutdruckhöhe und Dauer des Bluthochdrucks. Umgekehrt können auch Nierenerkrankungen - vor allem entzündlicher Natur - zu einem Bluthochdruck führen. Besonders gefährlich ist die Kombination von Bluthochdruck und Diabetes.


Verantwortlich für die Niereninsuffizienz (= eingeschränkte Nierenfunktion) sind neben dem Bluthochdruck die arteriosklerotischen Gefäßveränderungen, für deren Entstehung Hypertonie als einer der Hauptrisikofaktoren gilt. Durch die arteriosklerotischen Veränderungen kommt es zu einer Minderdurchblutung der Nieren. Der sogenannte Renin-Angiotensin-Aldosteron-Mechanismus (siehe das Kapitel "Natürliche Blutdruckregulation") wird dadurch aktiviert und ein bereits bestehender Bluthochdruck wird so verschlimmert bzw. fixiert.

Als nicht medikamentöse Behandlungsmaßnahmen bei Niereninsuffizienz gelten Einschränkung der Eiweiß- und Kochsalzzufuhr. Im fortgeschrittenen Stadium der Niereninsuffizienz muss auch die Kaliumzufuhr eingeschränkt werden.

Untersuchungen, die Rückschlüsse auf die Nierenfunktion geben, ist der Test auf eine Mikroalbumie aus dem Urin sowie die Kreatinin-Clearance (siehe auch das Kapitel "Laboruntersuchungen").

med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner
Aktualisierung 26.11.2009

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