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Arteriosklerose ("Gefäßverkalkung")

Die Arteriosklerose oder Arterienverkalkung ist eine krankhafte Veränderung der Arterien. Sie zeichnet sich durch eine Verhärtung, Verdickung, einen Elastizitätsverlust und Verschluss der Blutgefäße aus. Diese Erscheinungen werden durch Ablagerungen in den Arterien aus Blutfetten, Bindegewebe und Mineralien (Kalk) hervorgerufen.

Blutgefäße im ganzen Körper können betroffen sein. Begünstigend auf diesen gefäßverengenden Prozess wirken sich neben erhöhten Blutfettwerten (vor allem LDL-Cholesterin), Rauchen und Diabetes (Zuckerkrankheit), vor allem der Bluthochdruck aus. Etwa 50 bis 60 Prozent der Hypertoniker entwickeln eine frühzeitige Arteriosklerose. Die entstehenden Gefäßverengungen können die Minderdurchblutung von wichtigen Organen nach sich ziehen. Entsprechende Organschäden sind Herzinfarkt, Schlaganfall, Niereninsuffizienz (= Minderung der Nierenfunktion) und Durchblutungsstörungen in den Beinen (PAVK).

Das Ausmaß der Gefäßschädigung lässt sich am Bild des Augenhintergrundes ablesen. Dazu wird eine Funduskopie (Augenhintergrundspiegelung) durchgeführt. Je nach Grad der Schädigung werden vier Stadien unterschieden (siehe dazu auch das Kapitel "Definition und Einteilung", "Apparative Untersuchungen").

med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner
Aktualisierung 26.11.2009

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